Eine 13. Rente im Dezember, drei Abstimmungen nehmen Form an, und in der Regierung wird ein Sitz frei.

Woche 41 · 2026. Nachgereicht am 15. Oktober 2026, aus den Meldungen jener Woche. Der Bundesrat warb für die Finanzierung der 13. AHV-Rente über die Mehrwertsteuer, zwei Referenden wurden eingereicht, die Arbeitslosigkeit blieb bei 3,0 Prozent, und ein Bundesrat kündigte seinen Rücktritt an.

Die Woche

Der Bundesrat wirbt für eine höhere Mehrwertsteuer für die 13. Rente

Am 29. November wird abgestimmt, ob die Mehrwertsteuer ab 2028 um 0,4 Punkte steigt, der Normalsatz also von 8,1 auf 8,5 Prozent, für rund CHF 1,5 Milliarden pro Jahr. Die erste 13. AHV-Rente wird im Dezember 2026 so oder so ausbezahlt. Abstimmen dürfen nur Bürgerinnen und Bürger, Mehrwertsteuer zahlen alle.

Quelle: SWI swissinfo.ch

Die Arbeitslosigkeit bleibt bei 3,0 Prozent

Im September waren 140'480 Personen arbeitslos gemeldet, etwas weniger als im August, aber 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt liegt die Quote bei 3,1 Prozent. Wenn Dein Vertrag endet, melde Dich spätestens am ersten Tag ohne Arbeit beim RAV.

Quelle: SECO

Guy Parmelin verlässt den Bundesrat Ende 2026

Der Bundespräsident und Wirtschaftsminister gab am 2. Oktober seinen Rücktritt nach elf Jahren bekannt. Das Parlament wählt am 9. Dezember seine Nachfolge, die aus seiner Partei, der SVP, kommen dürfte.

Quelle: blue News

Referendum gegen die Aufhebung des AKW-Neubauverbots eingereicht

Mehrere Parteien reichten am 6. Oktober über 131'800 Unterschriften gegen die Aufhebung des Verbots neuer Kernkraftwerke ein. Die Abstimmung könnte frühestens am 28. Februar 2027 stattfinden.

Quelle: Le News

Die Gewerkschaften erzwingen eine Abstimmung über Mindestlöhne

Am 7. Oktober wurden rund 100'000 Unterschriften gegen ein Gesetz eingereicht, das Löhne aus Gesamtarbeitsverträgen über kantonale Mindestlöhne stellen würde, etwa in Genf oder Neuenburg. Wenn Du in einem dieser Kantone in einer Tieflohnbranche arbeitest, betrifft Dich das Resultat direkt.

Quelle: The Local Switzerland

Die Stadt Zürich kauft 64 Wohnungen in Seebach für günstigen Wohnraum

In den Häusern von 1952 wohnen rund 156 Menschen. Der Kauf gehört zum Ziel der Stadt, dass ein Drittel der Mietwohnungen gemeinnützig ist. Gemeinnützige Wohnungen haben Wartelisten und eigene Regeln, frag also früh, wenn Du Dich bewerben willst.

Quelle: The Local Switzerland

Diese Woche, falls Du gerade ankommst

  • Am 29. November gibt es vier eidgenössische Vorlagen: Mehrwertsteuer für die 13. Rente, Feuerwerk, die Besteuerung von Ehepaaren und das Kriegsmaterialgesetz. Ohne Schweizer Pass siehst Du die Plakate, aber nicht den Stimmzettel.
  • Wenn Deine Stelle endet, melde Dich spätestens am ersten Tag ohne Arbeit beim RAV.
  • Das BAG erwartet die Grippesaison ab Mitte Dezember. Wenn Du zu einer Risikogruppe gehörst, frag rechtzeitig in der Praxis oder Apotheke nach der Impfung.

Eine Stadt im Fokus: Bern

  • Die mittlere Prämie 2027 im Kanton Bern steigt um 5,4 Prozent auf CHF 420.20 pro Monat.
  • Die Herbstsession endete am 2. Oktober. Das Parlament kehrt zur Wintersession zurück und wählt am 9. Dezember ein neues Mitglied des Bundesrats.
  • Bern ist die Bundesstadt, nicht die Hauptstadt: Die Verfassung nennt keine.
  • Die Aare ist jetzt zu kalt, und die Lauben sind der Punkt: Die Altstadt lässt sich im Regen ohne Schirm ablaufen.

Eine leise Notiz

Die Schweiz stimmt etwa viermal im Jahr ab, und jedes Mal, wenn die Plakate hängen, streitet das Land öffentlich mit sich selbst, höflich. Wenn Du noch nicht abstimmen darfst, fühlt sich das leicht an wie ein Gast an einem fremden Tisch. Hör trotzdem zu. Die Plakate sagen Dir schneller als jeder Reiseführer, wovor die Leute Angst haben und worauf sie hoffen. Das zu verstehen ist die erste Art von Bürgerschaft, und sie braucht keinen Pass.